TUM Brussels: TUM diskutiert mit lokalen Partnern die EuroTeQ-Ingenieurausbildung der Zukunft

Am 12. Oktober 2020 kamen zehn deutsche assoziierte Partner der EuroTeQ Engineering University zu einem virtuellen Co-Creation Workshop zusammen, um mit Vertreterinnen und Vertretern der Technischen Universität München (TUM) die Chancen und Potentiale der zukünftigen Zusammenarbeit zu diskutieren. Schon vor dem offiziellen Start des neuen EU-Projekts am 1. November 2020 sollten Erwartungen und Expertise der Partner aus Industrie und Gesellschaft aktiv eingebunden werden.

Grafik EuroTeQ Co-Creation Workshop
Der erste EuroTeQ Co-Creation Workshop fand am 12. Oktober 2020 virtuell mit Partnern des Münchener Ökosystems statt. Grafik: TUM


Das Projekt EuroTeQ Engineering University hat zum Ziel, sechs europäische Universitäten zu einem einheitlichen virtuellen Campus zu vernetzen und qualifikationsübergreifende Fortbildungsangebote für Studierende, Auszubildende und Praktiker anzubieten. „Gemeinsam mit unseren regionalen und europäischen Partnern schaffen wir eine offene Universität, die das gegenseitige Verständnis aller Beteiligten fördert, die für die technologiegetriebene Wertschöpfung verantwortlich sind“, beschreibt Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller, Geschäftsführender Vizepräsident für Studium und Lehre an der TUM, die EuroTeQ-Vision.

Unterschiedliche Herausforderungen, gemeinsame Ziele

Die EuroTeQ-Idee wurde von allen Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmern – vertreten waren u.a. Siemens, Infineon, VDI und die Bayerische Ingenieurekammer-Bau – engagiert aufgenommen. Die Partner sehen in dem Projekt die Möglichkeit, ein holistisches Bildungssystem zu schaffen, das Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen – die so genannten ‚21st Century Skills‘ – zu vermitteln und lebenslanges Lernen als Teil der beruflichen Praxis zu verankern vermag.

Konsens gab es darüber, dass die EuroTeQ-Ausbildungsangebote gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein transportieren und einen Rahmen für sinnstiftendes Lernen und Arbeiten bilden sollen. Das Projekt sei Türöffner von der TUM zu anderen Learning Ecosystems und Brücke zur Überwindung von eingeschliffenen Denkmodellen und Sprachen der unterschiedlichen Disziplinen und Hierarchien gleichermaßen. Die Anreize für die Teilnahme an den Bildungsangeboten müssten jedoch mannigfaltig sein. Hierunter fallen (Micro-)Credits und Honour Degrees für Studierende und Auszubildende; aber auch flexible projektbezogene Formate, die nicht zuletzt aufgrund der atmosphärisch wertvollen Zusammenarbeit und des damit verbundenen Spaßfaktors, Garant für den Erfolg der EuroTeQ Engineering University seien.

Der Co-Creation Workshop hat bestätigt, wie ergiebig die Zusammenarbeit von Verbänden und Unternehmen, Universität und nicht-akademischer Ausbildung sein kann. Weitere Co-Creation Workshops sollen nun im Umfeld der europäischen Partneruniversitäten in Estland, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Tschechien stattfinden. Die Ergebnisse werden in die einzelnen Arbeitspakte einfließen und die assoziierten Partner werden langfristig und institutionalisiert eingebunden sein.