KNUST-TUM-Partnerschaft für Innovation und nachhaltige Entwicklung

Die Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) in Ghana ist eine der führenden Universitäten Afrikas. Nach langjähriger Zusammenarbeit zu den Zukunftsthemen Wasser- und Energieforschung, Umwelt, Mobilität und Global Health verbindet die KNUST und die Technische Universität München (TUM) seit Ende 2018 eine enge, nachhaltig orientierte, strategische Partnerschaft.

Highlights der Zusammenarbeit

Erasmus+ Förderung für Austausch mit Ghana

Durch die internationale Dimension von Erasmus+ kann der Austausch von Studierenden und Mitarbeitenden zwischen KNUST und TUM seit 2016 jedes Jahr gefördert werden. Weitere Informationen zu Ausschreibungen für Mobilitäten seitens TUM finden Sie auf den IC-Webseiten für weltweite Lehraufenthalte und weltweite Weiterbildung.

Unterzeichnung der strategischen Partnerschaft

Eine Delegation um Prof. Juliane Winkelmann, Vizepräsidentin für internationale Allianzen und Alumni, besiegelt im Oktober 2018 in Kumasi die strategische Partnerschaft für Innovation und nachhaltige Entwicklung. Damit institutionalisieren und erweitern die beiden Universitäten ihre bisherige Zusammenarbeit.

Ausschreibung TUM Global Incentive Fund

Zum Jahresbeginn 2019 erfolgt mit der Ausschreibung gemeinsamer Projekte im TUM Global Incentive Fund der nächste Meilenstein in der Entwicklung und Intensivierung der Kooperationen auf Lehrstuhlebene.

KNUST-Delegation zu Besuch in München

Von 18. bis 22. März besucht eine vierköpfige KNUST-Delegation unter Leitung von Prof. Rexford Assasie Oppong, Dean International Programmes Office, die TUM, um die strategische KNUST-TUM Partnerschaft weiterzuentwickeln.

TUM und KNUST setzen zusammen auf die Förderung bestehender und neuer Projektideen, die im Rahmen eines Action Frameworks in den Schlüsselbereichen Lehre, Forschung und Entrepreneurship anzusiedeln sind.

Diese bestehenden Kooperationen sowie auch geplante Projekte, wie z.B. im Bereich Architektur mit Prof. Francis Kéré, werden die Partnerschaft zwischen TUM und KNUST weiter ausbauen. Damit werden sie gleichzeitig auch langfristig dazu beitragen, globale Herausforderungen besser zu verstehen und technische sowie wissenschaftliche Lösungen mit unternehmerischem Denken zu erarbeiten.

Auswahl gemeinsamer Projekte von TUM und KNUST

aCar Mobility

Das Konzept für das smarte Elektroauto aCar ist nachhaltig auf die Bedürfnisse der Bevölkerung in Sub-Sahara-Afrika zugeschnitten. Es soll die Mobilität möglichst einfach gestalten, um Menschen in abgelegenen Gebieten einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung, Informationen und Bildungsmöglichkeiten zu verschaffen. Das Projekt aCar mobility wird von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert.

Klinikpartnerschaften

Das Klinikum rechts der Isar in München und das Komfo Anokye Teaching Hospital in Kumasi arbeiten seit 2017 zur Verbesserung der Ausbildung lokaler Fachkräfte über Fördermittel des BMZ und der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung zusammen. Beide Unikliniken setzen auf eine breitgefächerte Kooperation, um möglichst nachhaltige Fortschritte sowohl in der Forschung wie auch in der Patientenversorgung zu erzielen.

ADLAND

Das Konsortium Advancing collaborative research in responsible and smart land management in and for Africa (ADLAND) hat es sich zum Ziel gesetzt, verantwortungsvolles und intelligentes Land Management in Afrika voranzutreiben. Die wissenschaftliche Initiative des TUM Lehrstuhls für Bodenordnung und Landentwicklung wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert.

Design Thinking

Als Teilprojekt ihrer Zusammenarbeit veranstaltete der TUM Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik gemeinsam mit Kollegen der KNUST School of Business in Kumasi einen Workshop zum Thema Kulturübergreifende Herausforderungen in Unternehmertum und Innovation. Durch Interviews und Prototypen-Tests vor Ort konnten die Studierenden wertvolle Erkenntnisse für eine zielgerichtete Produktentwicklung sammeln.