TUM São Paulo: Falling Walls Lab Kolumbien 2021 – TUM Liaison Officer moderiert lokalen Vorausscheid für die Andenregion

Am 22. Mai fand das regionale Ausscheidungsfinale für Kolumbien, Peru, Ecuador und Venezuela zur Teilnahme am Falling Walls Lab 2021 statt. Bei diesem Entscheid wird der Kandidat oder die Kandidatin mit der bahnbrechendsten Idee in Sachen Innovation ermittelt, der an der Endrunde des Wettbewerbs in Berlin teilnehmen darf. TUM São Paulo Liaison Officer Sören Metz moderierte die 2,5-stündige virtuelle Veranstaltung.

Slide vom Videocall mit allen Teilnehmenden
Die Finalisten des regionalen Vorentscheids des Falling Walls Lab Colombia zusammen mit der Jury und TUM Liaison Officer Sören Metz. Bild: DAAD Bogotá

Das Falling Walls Lab (FWL) ist Teil der Falling Walls Conference. Dieses von der Falling Walls Foundation organisierte Event bringt jährlich um die hundert junge, internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland zusammen, um ihre Forschungsansätze zu präsentieren und Entdeckungen und Ideen zu teilen, die das Potenzial haben, die Welt zu verändern. Ziel des FWL ist es, außergewöhnliche Ideen zu fördern und sie mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen Bereichen von Wissenschaft und Wirtschaft global zu vernetzen.

Beteiligung des TUM Liaison Office São Paulo

Der bereits zum dritten Mal durchgeführte Wettbewerb wurde in diesem Jahr komplett virtuell veranstaltet. In den Jahren 2018 und 2019 wurden die Gewinnerinnen und Gewinner jeweils vor Ort in Bogotá gekürt. In diesem Jahr organisierte die DAAD-Außenstelle in Bogotá die regionale Ausscheidungsrunde in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Kolumbianischen Industrie- und Handelskammer und der EAN-Universität. Weitere Unterstützung in Form eines zusätzlichen Preises kam vom EURAXESS-Büro für Lateinamerika. Auf Einladung der DAAD-Außenstelle Bogotá führte TUM Liaison Officer Sören Metz als Moderator durch die Veranstaltung.

In Drei-Minuten-Pitch die Jury überzeugen

Der Reiz der Veranstaltung liegt mitunter in der Abwechslung durch kurze Beiträge: Allen Teilnehmenden – sechs aus Kolumbien, zwei aus Venezuela und einer Kandidatin aus Peru – standen drei Minuten zur Verfügung, um in einem Videovortrag die Relevanz und Transformationskraft des jeweiligen Vorschlags zu präsentieren. Anschließend mussten sie live die Fragen der Jury beantworten, die sich aus Experten und Expertinnen aus der Wissenschaft, der Wirtschaft sowie des Innovationsökosystems zusammensetzte.

Die Jury führte ihre Bewertung anhand von drei Kriterien durch: Innovationscharakter, Relevanz und Wirkung des Vorschlags sowie Vortragsqualität. Die vorgestellten Projekte deckten in diesem Jahr eine Bandbreite an Themen von Solarzellen, über mentale Gesundheit sowie Wasserversorgung bis hin zu Bildungszugang ab.

Educall reist zum Finale nach Berlin

Den Preis für die bahnbrechendste Idee in der Andenregion erhielt der Kolumbianer Daniel Garavito. Um das Event interaktiv zu gestalten, durften die Zuschauerinnen und Zuschauer im YouTube-Livestream über den Publikumspreis abstimmen. Rund 2.000 entschieden sich hier ebenfalls für Daniel Garavito, sodass dieser mit zwei Auszeichnungen nach Hause ging. Das Siegerprojekt heißt Educall und wird Anfang November 2021 im Finale von Falling Walls in Berlin die Länder Kolumbien, Venezuela, Peru und Ecuador repräsentieren.

Die Idee hinter Educall ist, dass Lernende mit einem einfachen Telefonanruf und ganz ohne Internet Zugriff auf Audiobooks, Lernplattformen und die Internetsuche haben. Hintergrund ist die unzureichende Internetanbindung und der eingeschränkte Zugang zu Internetpaketen besonders in ländlichen Gegenden Lateinamerikas. Das Projekt befindet sich derzeit in der Pilotphase und in Kolumbien können Schülerinnen und Schüler das Lernangebot bereits kostenlos testen.

Vielversprechendes Innovationspotenzial in Lateinamerika

Die Jury zeigte sich von allen Projekten sehr begeistert. Jury-Mitglied Helmuth Obilcnik, CEO von Bosch für das nördliche Lateinamerika, sieht für die meisten Projekte sogar Verbindungen und Verwendungsmöglichkeiten innerhalb seines Unternehmens.

Das Falling Walls Lab in Kolumbien zeigt einmal mehr das enorme Innovationspotenzial der Region, welches die TUM über ihr Verbindungsbüro in São Paulo bereits erfolgreich nutzt. So wurden lateinamerikanische Talente beispielsweise bei der TUM Global DeepTech-Veranstaltung im März über das Global DeepTech Programm sowie Gründungsmöglichkeiten in Deutschland informiert und in Zukunft sind weitere Initiativen im Bereich Entrepreneurship geplant.