EuroTeQ Presidential Strategy Forum in Tallinn: Impulse für die europäische Bildung von morgen
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Das Forum wurde vom 15. bis 16. Januar 2026 von der Technischen Universität Tallinn (TalTech) im historischen Schloss Glehn ausgerichtet. An dem hochrangigen Treffen nahmen Präsidentinnen und Präsidenten, Rektorinnen und Rektoren, Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten für akademische Angelegenheiten, Projektleitende sowie Work-Package-Leads aller Partner der EuroTeQ Engineering University Alliance teil.
In seiner Eröffnungsrede betonte TUM-Präsident Thomas F. Hofmann die nachhaltige Bedeutung der Allianz in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld:
„EuroTeQ ist kein kurzfristiges Projekt, sondern eine langfristige Investition. Gerade im heutigen globalen Kontext ist es wichtiger denn je, unsere Kräfte in Bildung, Forschung und Innovation zu bündeln, um Studierende mit europäischen Werten, internationaler Erfahrung und unternehmerischem Denken auszustatten. Gleichzeitig müssen wir den Fokus noch klarer auf den Impact richten – sowohl auf europäischer als auch auf regionaler Ebene.“
Leitprinzipien für die EuroTeQ-Partner
Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Europas Hochschulen vor tiefgreifenden Veränderungen stehen. Drei gemeinsame Überzeugungen bildeten die Grundlage für die zukünftige Arbeit der EuroTeQ Engineering University:
- Europäische Einheit ist entscheidend – gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheit ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine der größten Stärken Europas.
- Bildung geht über traditionelle Studierende hinaus – lebenslanges Lernen, Weiterbildung und berufliche Neuausrichtung werden zu zentralen Aufgaben der Hochschulen.
- Engere Verzahnung von Bildung, Forschung und Innovation innerhalb von EuroTeQ und der EuroTech Universities Alliance ist entscheidend, um nachhaltigen Impact zu erzielen.

Im Mittelpunkt des Forums stand die Weiterentwicklung der Ingenieurausbildung über klassische Studienstrukturen hinaus. Die Teilnehmenden betonten die Bedeutung flexibler Lernpfade, gemeinsamer Kursangebote und innovativer Lehrformate, die es Studierenden ermöglichen, individuelle Lernverläufe über mehrere Hochschulen hinweg zu gestalten. Besondere Bedeutung hat dabei der gemeinsame Kurskatalog der Allianz – der erste seiner Art unter europäischen Hochschulallianzen: Der EuroTeQ Course Catalogue ermöglichte bereits tausende virtuelle Mobilitäten und trägt damit zur Umsetzung der „Union of Skills“-Agenda der Europäischen Union bei.
Die Hochschulen übernehmen zunehmend Verantwortung für lebenslanges Lernen, Weiterbildung und berufliche Neuausrichtung. Die EuroTeQ-Partner betonten, dass die Hochschulen ihre Rolle in der beruflichen Bildung weiter ausbauen sollten – etwa durch Micro-Credentials, Executive-Programme und flexible Lernformate neben klassischen Studiengängen. Um die gesellschaftliche Wirkung zu verstärken, setzen die Hochschulen auf enge Industriekooperationen und die Integration lokaler Innovationsökosysteme in die Lehre.
Die nächste Dekade europäischer Ingenieurausbildung gestalten
Das Forum bot die Gelegenheit, die Weichen für die Zukunft der Allianz über die aktuelle Förderperiode hinaus zu stellen. Die Teilnehmenden einigten sich auf drei zentrale Prioritäten:
- Erfolgreiche Bildungsformate weiter ausbauen
- Anreize für eine stärkere Einbindung der Lehrenden schaffen
- EuroTeQ als Vorbild innerhalb der European Universities Initiative positionieren
Das Treffen in Tallinn endete mit einem klaren Bekenntnis zur Vertiefung der Zusammenarbeit, zum Aufbau internationaler Lern-Communities und zur aktiven Gestaltung der europäischen Ingenieurbildung. Mit neuen Ideen, gestärkten Kontakten und vertieftem Vertrauen werden die Teilnehmenden ihre Arbeit in der Allianz fortsetzen – voller Überzeugung, dass europäische Hochschulen, die zusammenarbeiten, Studierende und Fachkräfte für eine sich schnell verändernde Welt ausbilden und einen nachhaltigen Unterschied bewirken können.
