TUM Cairo: “Building bonds to create future leaders” – das IUPAC 2020 Global Women’s Breakfast in Ägypten

Der 12. Februar stand dieses Jahr ganz im Zeichen von Frauen in der Chemie: Auf Einladung der International Union for Pure and Applied Chemistry (IUPAC) fanden weltweit Networking-Frühstückevents statt. In Ägypten richtete das National Committee for Pure and Applied Chemistry an der Academy of Scientific Research and Technology (ASRT) das Event aus, um Frauen aus der Chemie miteinander zu vernetzen.


Dr. Ghada Bassioni und Heba Afifi beim Global Womens Breakfast in Kairo

Dr. Bassioni und TUM Cairo Liaison Officer Heba Afifi mit Teilnehmerinnen vor dem Beginn der Veranstaltung. Bild: Kamaleldin Gamal

Drei der Experten während der Panel-Diskussion

Prof. Dr. Sameh Serour, Heba Afifi und Prof. Dr. Iman El-Azizy (v.l.n.r.) beantworteten gerne alle Fragen. Bild: Kamaleldin Gamal

Dr. Iman Gomaa, Heba Afifi und Dr. Ghada Bassioni im Sitzungssaal

TUM-Alumna Dr. Iman Gomaa war ebenfalls beim Global Women’s Breakfast in Kairo. Bild: Kamaleldin Gamal

Aus diesem Anlass trafen morgens um neun Uhr Wissenschaftlerinnen, Industrie- und Behördenvertreterinnen aus dem Chemiesektor am ASRT ein. Unter Vorsitz von Prof. Dr. Nadia Kandile, Titularmitglied der IUPAC, und Dr. Ghada Bassioni, TUM Alumna und Mitglied des IUPAC Executive Bureau, startete das Event mit einem Frühstück in freundschaftlicher Atmosphäre. Nach einer herzlichen Begrüßungsrede von Dr. Ghada Bassioni und Prof. Dr. Sameh Serour, Supervisor of Scientific and Cultural Relations and Foreign Affairs der ARST, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einer Leinwand die Live-Übertragung der weltweit stattfindenden Netzwerk-Events verfolgen. 

Wissenschaftlicher Beitrag von Frauen
Die frühere Ministerin für wissenschaftliche Forschung Prof. Dr. Nadia Zakhary erklärte in der ersten Panel-Diskussion, dass zwar Chancengleichheit im ägyptischen akademischen Betrieb herrsche, der prozentuale Anteil von Frauen in Führungspositionen aufgrund kultureller Begebenheiten allerdings weiterhin vergleichsweise gering sei. 
Prof. Dr. Seddik Abdelsalam, Generalsekretär der staatlichen und privaten Universitäten in Ägypten, präsentierte interessante Statistiken betreffend akademischer Abschlüsse ägyptischer Wissenschaftlerinnen. Während der Anteil männlicher Professoren (64%) in Ägypten höher ist als der weiblichen Professorinnen (36%), steigt der Anteil außerordentlicher Professorinnen auf 48%. Bei Dozierenden beträgt der Frauenanteil 50%, während Frauen 59% der Lehrbeauftragten ausmachen.

Programme zur Frauenförderung in der Wissenschaft
In der zweiten Podiumsdiskussion wurden spezifische Frauenförderprogramme vorgestellt: Neben dem Angebot der ASRT, präsentierte Frau Heba Afifi, Senior Regional Manager (Egypt) der Technischen Universität München (TUM), die Programme und Mechanismen zur Chancengleichheit an der TUM. Ferner ging sie auf die TUM-Agenda 2030 ein, in deren Zentrum die Talent- und Kompetenzförderung auf allen Ebenen steht. Denn erst die Vielfalt der Talente macht die TUM zu einer innovativen und dynamischen Universität. TUM-Alumna Dr. Ghada Bassioni bekräftigte abschließend: „Der gleichberechtigte Zugang von Frauen und deren aktive Beteiligung an Wissenschaft und Technologie, insbesondere in den Chemie- und Mathematikwissenschaften, ist eine absolute Notwendigkeit um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen. Ich freue mich, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer an diesem Event teilgenommen haben.“

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